Bericht des Liegenschafts- und Feuerwehrreferenten 2019

Bericht des Liegenschafts- und Feuerwehrreferenten 2019

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,​​​​​​
sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,
sehr geehrte Vertreter der Presse und Besucher unserer heutigen Stadtratssitzung.

Vor nicht einmal einem Jahr, im Juli 2018, habe ich das Amt des Liegenschafts- und Feuerwehrreferenten übertragen bekommen. Zu dieser Zeit etwas umstritten, jedoch hoffe ich, dass ich mit meinem Vortrag und Referat die damaligen Vorbehalte aus dem Weg räumen kann. Vorweggeschickt weise ich kurz auf meine Bildquellen hin. Verwendet wurden Bilder von Google-Maps, FFW Attel/Reitmehring, Fa. Ziegler, Andi Ruf und der Stadtverwaltung Wasserburg.

Lassen Sie mich meinen Vortrag mit dem Bereich der Liegenschaften beginnen. Aktuell können wir in allen Medien, Funk und Fernsehen sowie in Print- und Onlinemedien, uns über die Problematik vonfehlendem Wohnungsraum und die schwierigen Verhältnisse auf dem Wohnungs- und Grundstücksmarkt informieren. An allen Orten fehlt es an bezahlbaren Wohnungen. Auch wer das nötige Kleingeld mitbringt, hat es in der heutigen Zeit oftmals schwer, das Wunschobjekt für sich und/oder seine Familie zu finden. Wie sich die Situation derzeit in Wasserburg darstellt, darf ich etwas später eingehend behandeln. Lassen Sie mich zu allererst für Sie einen kurzen Überblick über die derzeitigen Immobilien unter der Verwaltung der Stadt Wasserburg zusammenfassen.

Wie allen anwesenden Stadträtinnen und Stadträten bekannt sein dürfte, sind unter dem Dach der Stadt Wasserburg auch alle Immobilien der Stadtwerke sowie die der nicht rechtsfähigen Stiftungen (Kosak-Breitenacher-Stiftung, Franz-Xaver Stadler-Stiftung, Schmerbeck-Vermächtnis, Anna-Klammer-Kultur-Stiftung sowie die jüngst erfolgte Walther-Stiftung) vereinigt. Zusätzlich besteht neben den bereits genannten Immobilienvermögen noch die der Heilig-Geist-Spitalstiftung Wasserburg. Diese wird von der Stadt Wasserburg verwaltet. Grundlage hierfür ist die Stiftungssatzung in der Fassung vom 25.10.2011.

Das Portfolio des vorgenannten Immobilienbesitzes teilt sich folgendermaßen auf. Derzeit verfügen wir über ca. 100 Gebäude. Die öffentlichen Gebäude (Schulen, Feuerwehren, Kindergärten, Amtsgebäude, BADRIA, -kulturelle und sportliche Einrichtung u.a.) und 50 Wohn- und Geschäftsgebäude (Wirtschaften, Praxen, Kanzleien, Häuser, Läden oder Wohnungen ect.). Zu diesemVermögen können wir noch rund 150 Erbbaugrundstücke zählen. Was vielen nicht präsent ist, ist der Umstand, dass wir in der Umgebung einer der größten Waldbesitzer sind. Rund 200 Hektar Wald stehen im Eigentum der Stadt und der Heiliggeist-Spitalstiftung Wasserburg a. Inn. Zu diesen Waldungen können wir außerdem noch ca. 30 Hektar landwirtschaftliche Grundstücke hinzuzählen. Abschließend darf ich Ihnen noch den Bestand von ca. 1 Hektar an Kleingartengrundstücke berichten. Insgesamt sind wir in der glücklichen Lage, unseren Bürgern rund 100 Kleingärten anbieten zu können, damit diese Ruhe, Entspannung und die Möglichkeit finden, kleingärtnerisch und selbstversorgerisch tätig werden zu können. Die landwirtschaftliche Fläche ist an Landwirte in unmittelbarer Nähe zu Wasserburg verpachtet. Aus dem Wald erzielen wir dank der Unterstützung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, in Vertretung durch Herrn Ludwig Krug ausreichende Erträge. Alle anderen Liegenschaften sind selbstverständlich verpachtet bzw. vermietet. Insgesamt erzielen wir aus den gesamten Liegenschaften der Stadt und der Stiftungen einen Ertrag in Höhe von rund 2,7 Mio. Euro im Jahr. Der Bestand wird wirtschaftlich und nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit verwaltet – ohne dass die Gewinnmaximierung an allererster Stelle steht.

Anbei ersehen Sie einen kleinen Ausschnitt aus dem Bestand, der derzeit in unserem Portfolio befindlichen Immobilien. Dies soll die Vielseitigkeit des Bestandes – z.B. hinsichtlich der Nutzungen und des Baualters anschaulich machen. Viele unserer Objekte sind stadtbildprägend oder stehen unter Denkmalschutz. Bezüglich des Waldbesitzes reiche ich in der Folge noch einmal eine separate Folie nach.

Wie bereits angekündigt, komme ich noch einmal eingehend auf Mietwohnungen in unserem Immobilienbesitz zurück. Insgesamt verwaltet die Stadt Wasserburg am Inn  rund 200 Wohnungen. Diese Wohnungen sind im gesamten Stadtgebiet verteilt. Wir besitzen Wohnräume in der Altstadt, im Burgerfeld, im Stadtteil Wuhr sowie im Stadtteil Reitmehring. Ca. 45 % des Mietwohnungsbestandes besteht aus Zwei-Zimmer-Wohnungen. Weiterhin verfügen wir über ca. 25 % an Drei-Zimmer-Wohnungen sowie ca. 18 % an Vier-Zimmer-Wohnungen. Der geringste Anteil unseres Immobilienbesitzes, nämlich 12 %, sind Ein-Zimmer-Wohnungen. Bei allen dieser verfügbaren Wohnungen steht grundsätzlich der soziale Aspekt bei der Mieterauswahl im Vordergrund. Bei einer Nettokaltmiete im Bestand von durchschnittlich 6,10 Euro pro Quadratmeter kann das von uns jederzeit belegt werden. Neuvermietungen im Bestand erfolgen mit Nettokaltmieten zwischen € 7,50 bis € 8,00 pro Quadratmeter. Bei diesem Mietpreis ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass wir in unserem Mietbestand eine sehr geringe Fluktuation feststellen können.  In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen kurz vorstellen, wie bei Vergaben von Mietwohnungen in der Stadt Wasserburg vorgegangen wird.

Grundsätzlich steht fest, dass die Vergabekriterien die vom Stadtrat festgelegt wurden, eingehalten werden. Jede Bewerbung auf eine Wohnung ist unverbindlich sowie selbstverständlich kostenfrei. Ein Antrag hierfür ist im Internet abrufbar oder kann auf Wunsch auch abgeholt oder zugeschickt werden. Die Wohnungsbewerbungen werden dann vorgemerkt. Jedoch wichtig: Längere Wartezeiten sind hier nicht unüblich. Im Falle einer Neuvergabe einer Wohnung werden die Interessenten zu einer Besichtigung eingeladen. Hier werden pro Besichtigung jedoch nur Gruppen von 5 Bewerbern eingeladen.  Die Auswahl der Bewerber erfolgt streng nach den Vergabekritierien(Arbeitsplatzbezug, Wohnortbezug, Familienbezug, Schwerbehinderung, Wohnungsnotstand). Die Vergabeentscheidung wird dann vom Ersten Bürgermeister auf Vorschlag der Verwaltung getroffen.

Nun darf ich Ihre Aufmerksamkeit noch einmal auf die eingangs erwähnte Wohnungssituation bzw. die Anstrengungen der Stadtverwaltung und des Stadtrates lenken, der Wohnungsknappheit entgegenzuwirken. Hierbei haben wir in der bisher vergangenen Legislaturperiode einige Projekte vorangetrieben und die notwendigen Entscheidungen getroffen. Ich darf Ihnen diese noch einmal kurz in Ihr Gedächtnis rufen.

Projekt I: Ponschabaustraße 9.​​​​​​​
Hier hat der Stadtrat den Entschluss getroffen, ein weiteres Gebäude mit 23 Wohneinheiten zu bauen. Der Bau bildet die Fortsetzung an eine Seniorenwohnanlage, welche
von der Heiliggeist-Spitalstiftung Wasserburg a. Inn im Jahr 2011 errichtet wurde Bereits in den Planungen wurde darauf stark geachtet, dass als zukünftige Nettokaltmiete der Preis pro Quadratmeter von € 8,00 nicht überschritten wird. Der Bau befindet sich derzeit in der Bauphase und wird aller Voraussicht im Frühjahr 2020 fertiggestellt. Die geplanten Baukosten von T€ 4.900 werden nach heutiger Planung wohl eingehalten. Die Maßnahme wird aus Mitteln der Familie F.X.Stadler-Stiftung finanziert und von der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie den Freistaat Bayern maßgeblich bezuschusst.  

Projekt II: Baugebiet Südliche Schmiedwiese (Fisch)
Hier
wurden nach längeren Verhandlungen für bauwillige Mitbürger insgesamt 14 Baugrundstücke im Einheimischen Modell zur Verfügung gestellt. Bislang konnten zudem zwei Nachrücker berücksichtigt werden. Über das Vergabeprozedere muss ich Sie nicht informieren. Dieses dürfte Ihnen noch in guter Erinnerung sein, da die Vergabekriterien im und vom Stadtrat selbst vorgegeben worden sind. Dabei wurde die neuste Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs berücksichtigt und Rechnung getragen.

Projekt III: Herman-Schlittgen-Straße 5, 7​​​​​
Ihnen zur Erinnerung: Hier wurde ein Grundstück der Stadt Wasserburg der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Wasserburg a. Inn eG
zu günstigen Konditionen verkauft. Derzeitentsteht ein Gebäude mit insgesamt 33 Wohneinheiten. Das Projekterhält eine einkommensorientierte Förderung. Die Wohnungsvergaben erfolgt nach unterschiedlichen Einkommensstufen, was zu einer gemischten Mieterstruktur führen soll.  Wichtig für die Stadt und grundsätzlich wichtigster Punkt für die Entscheidung, das Grundstück zu vergeben war, dass die Stadt für 25 Jahre Wohnungsbelegungsrecht erhält. D. h. die Stadt Wasserburg kann der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Wasserburg die Mieter für die Wohnungen vorschlagen. Hier werden selbstverständlich die bereits vorgestellten sozialen Vergabekriterien berücksichtigt. Somit ist in diesem Fall gesichert, dass die neuen Wohnungen sozialverträglich belegt werden.

Abschließend für Sie noch einmal ein Sprung zurück zu den insgesamt ca. 200 Hektar Waldbesitz. Angezeigt bekommen Sie hier die genaue Lage der verschiedensten Waldbesitztümer. Gelb dargestellt finden Sie den Wald im Besitz der Spitalstiftung. Rosa eingefärbt erkennen Sie unseren Stadtwald. Wie Sie erkennen können, ist der Wald auf mehrere Standorte aufgeteilt. Der Streubesitz macht die Bewirtschaftung nicht einfacher. Trotzdem hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim die Betriebsleitung und die Betriebsführung für unsere Waldungen übernommen. Die Wälder werden nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit verwaltet. Diese grundsätzlich wichtige Information gebe ich Ihnen zum Abschluss meines Liegenschaftsberichtes.

Zum Ende möchte ich mich ausdrücklich bei Herrn Mayerhofer bedanken, der mir bei allen Fragen,  immer und jederzeit zur Beantwortung kompetent und geduldig zur Seite gestanden ist. DasHerr Mayerhofer ein ausgewiesener und vor kurzem ausgezeichneter und hoch dekorierter Fachmann ist, konnten wir heute zu Beginn der Sitzung vernehmen. Ich kann mich glücklich schätzen und selbstverständlich auch die Verwaltung das wir Herrn Mayerhofer in unseren Reihen zu wissen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Wesentlich unruhiger und teilweise kräftezehrend ist das Amt des Feuerwehrreferenten zu beschreiben. Hier fehlt die strukturelle, geradlinige und wohl organisierte Linie, wie ich diese im Zuständigkeitsbereich von Herrn Mayerhofer vorgefunden habe.

Offensichtlich liegt es im Feuerwehrbereich tatsächlich an der Tatsache, als dass ich es hier mit Menschen zu tun habe. Jeder Feuerwehrmann, jedes Führungsmitglied hat eigene Vorstellungen, sein Amt für das er eingesetzt wird, individuell zu gestalten. Auch die obersten Führungskräfte, die Kommandanten haben eigene Ziele, die sich im ersten Moment dem aktiven Feuerwehrmann/frau nicht eröffnen. Ich bin der  Meinung, dass ich als ein aktives Mitglied der Feuerwehr die Kontakte zu den Feuerwehrkollegen habe, um hier alles im Griff zu halten. Das ist zwar grundsätzlich richtig und für mich einfacher als für einen außenstehenden, jedoch möchte ich Ihnen von einem doch schwierigen Vorgang berichten.

Ich beginne mit dem Grundstück, welches zum Ende des vergangenen Jahres gekauft wurde, mit dem vom Stadtrat vorgefertigten Willen, dort das neue Feuerwehrhaus für die Wehr in Wasserburg zu bauen. Trotz jahrelanger Verhandlungen mit ebendiesem Ziel wurde dann nach Abschluss des Kaufvertrages eine Stimme laut, dieses Grundstück anderweitig zu verwenden. Gottseidank war sich die überwiegende Mehrheit des Stadtrates einig, das ursprüngliche Ziel, nämlich den Bau des neuen Feuerwehrhauses an eben diesen Platz voranzutreiben.

Ich fahre fort, mit dem Feuerwehrhaus für die Wehr Attel/Reitmehring. Das Feuerwehrhaus ist tatsächlich für die Truppe sehr beengt. Wir haben derzeit nicht genügend Platz, um hier jeden aktiven Feuerwehrmann einen eigenen Kleiderspint zu überlassen. Dementsprechend ist es nur gerecht, wenn von Seiten der Attler Wehr der Anbau, Umbau oder sogar ein Neubau gefordert wird. Ein Neubau würde selbstverständlich die beste Möglichkeit sein, dieser Feuerwehrmannschaft gerecht zu werden. Dies jedoch ist nur eine Möglichkeit, den sich stellenden Platzproblemen entgegen zu wirken. Meiner Person fallen im ersten Moment mindesten 5 Möglichkeiten ein, das Platzproblem zu beenden. Aus diesem Grund empfinde ich es nicht als zielführend, wenn ein Mitglied des Stadtrates in der Öffentlichkeit berichtet, dass bereits ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stehen würde, aber die Stadt möchte das Feuerwehrhaus nicht bauen. Diese Information wurde ohne Rücksprache mit dem Bürgermeister oder mit mir, als dem Feuerwehrreferenten, einer öffentlichen Gruppierung vorgetragen. Diese Art der Wahrheitsverdrehung kann ich nicht gutheißen. Dem betroffenen Kollegen bitte ich zukünftig, bevor er derartige Informationen in Veranstaltungen weitergibt, mit der Stadtverwaltung oder mit mir kurz den aktuellen Sachstand abzufragen. Den wichtig und absolut unverzichtbar für die weitere Gestaltung aller baulichen, mobilen und auch mannschaftsentwicklungsnotwendigen Gegebenheiten ist die derzeit entstehende Brandschutzbedarfsplanung. Ohne diese Brandschutzbedarfsplanung werden keine weiteren Entscheidungen in irgendeine Richtung getroffen. Über diese Planung möchte ich Sie kurz in Kenntnis setzen.

Der erst Brandschutzbedarfsplanbesteht aus dem Jahre 2013. Nach einer Zeit von 5 Jahren ist die Stadtverwaltung verpflichtet, diesen Brandschutzbedarfsplan fortzuschreiben. Ein Brandschutzbedarfsplan berichtet an alle betroffenen Entscheider (Stadtverwaltung, Stadtrat, Kommandanten und weitere) wie es grundsätzlich um die technischen, baulichen und mannschaftsbetreffenden Notwendigkeiten einer Feuerwehr besteht. Es ist im Vorfeld ein riesen Wust an Erfassungsarbeit zu leisten. Alle vorgehaltenen Gerätschaften inklusive Fahrzeuge werden erfasst, die Einsatztauglichkeit der Feuerwehrhäuser wird überprüft und alle möglichen Einsatzziele und deren Erreichbarkeit in einer bestimmten Zeitspanne  werden ebenfalls unter die Lupe genommen. Im Jahr 2018 war die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes wieder an der Tagesordnung. Der erste Entwurf der Planung wurde im Ende 2018der Stadtverwaltung vorgelegt und von dieser an die beiden Kommandanten und an mich zur Bearbeitung weitergeleitet. Nach deren Durchsicht waren wir   uns grundsätzlich einig, dass diese Fortschreibung nichts mit dem zu tun hat, was die vorige Brandschutzbedarfsplanung im Ergebnis berichtet. Dies hat ggf. damit zu tun, als das die beauftragte Firma nicht die gleiche ist, die den ersten Plan erstellt hat. M.E. weicht die neue Brandschutzbedarfsplanung eklatant von der vorhergehenden Planung ab. Diese können wir entsprechend der einvernehmlichen Meinung von Kommandanten und meiner Wenigkeit nicht akzeptieren. Es wird in Kürze ein Besprechungstermin stattfinden, der zur Klärung der Diskrepanzen beitragen soll. Alle Beteiligten im Verfahren auf Seite der Feuerwehr sind sich einig, diese Planung nicht dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen, nachdem hier Annahmen getroffen worden sind, die einer einsatztaktischen Vorgehensweise widersprechen. Wir harren der Dinge, wie der Auftragnehmer diese Herausforderung umsetzt. Ich werde Sie weiter über den Vorgang in Kenntnis setzen.

Als weiteres wichtiges Instrument der Planung und gegenseitige Abstimmung innerhalb der beiden Ortsfeuerwehren möchte ich Ihnen von dem Arbeitskreis Brandschutz berichten. Dieser Arbeitskreis tritt jeweils, soweit dieser nicht aus aktuellem Anlass öfter notwendig ist, zweimal im Jahr zusammen. Darin vertreten sind die beiden Kommandanten der Ortsfeuerwehren, die beiden zweiten Kommandanten, der Gerätewart und Kreisbrandmeister, der 1. Bürgermeister, der Stadtkämmerer und der Feuerwehrreferent. In diesem Arbeitskreis werden alle Themen, welche die beiden Feuerwehrstandorte in Wasserburg betreffen, besprochen. Die letzte AK Brandschutz hat am 24.04.2019 stattgefunden. In dieser Sitzung wurden folgende wichtige Themen der Feuerwehr angesprochen:

​​​Neubau Feuerwehrhaus Altstadt​​​​​​​EDV-Inventarisierung ​​​​​​​​​Fahrzeugkonzept​​​​​​​​​Brandschutzbedarfsplan​​​​​​​​Personalien

Der AK Brandschutz soll alle wichtigen Informationen innerhalb jeder Ortsfeuerwehr für die anderen Beteiligten transparent machen. So ist gewährleistet, dass alle Beteiligten von den grundsätzlichen Planungen der Schwesterfeuerwehr informiert werden.

Ein wichtiges Thema zum Stadtschutz ist selbstverständlich Hochwasser. Genau zu diesem Thema wird jeweils einmal im Jahr eine eigene Sitzung zu Thema Hochwasser einberufen. Hier werden alle Ämter, Institutionen, Ortsfeuerwehren, Stadtverwaltung, Energieversorger, Wasserwacht, Rotes Kreuz, Straßenmeisterei und weitere Betroffenen Stellen eingeladen. Diese Sitzung dient in der Hauptsache der Information aller bei einem möglichen Katastrophenfall betroffenen Stellen. Thema der diesjährigen Sitzung war in der Hauptsache, dass sich alle Personen und Institutionen kennenlernen. Bei einer grundsätzlichen Rundfrage innerhalb der Teilnehmer konnte jeder auf Änderungen in seinem Bereich hinweisen. Diese Änderungen, personeller Art oder auch organisatorischer Art, werden protokolliert und an alle Beteiligten übergeben. Grundsätzlich  besteht aus diesem Gremium ein umfangreicher Hochwasser-Einsatzplan, aus dem für den Fall der Fälle für jeden Beteiligten die notwendigen Informationen zusammengestellt sind, die zur Abwehr des Hochwassers oder die weiteren Handlungsweisen nachzulesen sind. Ebenfalls aus dieser Sitzung entstand ein Notfall-Adressbuch welches alle wichtigen Adressen und Telefonnummern vereint, die bei einem Katastrophenfall notwendig sind.

Um meinen Feuerwehrbericht nun nicht zu statisch werden zu lassen, möchte ich Ihnen natürlich noch gerne die aktuellsten Themen oder wichtigen Termine der bis heute aufgelaufenen Gegebenheiten der beiden Feuerwehren vorstellen. Wie Ihnen bekannt ist, erhalten unsere Feuerwehren in diesem und im nächsten Jahr jeweils neue Fahrzeuge. Die Bestellung der Fahrzeuge wurde im Stadtrat eingehend besprochen und letztlich auch weitestgehend einstimmig beschlossen. Um Ihnen kurz vorzustellen, welche Fahrzeuge wir bestellt haben, habe ich Ihnen noch kurz ein kleines Bild mitgebracht.

Grundsätzlich vorausgeschickt: Sie sehen hier nur Bilder, die Modellbeispiele darstellen. Die Feuerwehrfahrzeuge werden bei uns selbstverständlich mit einer anderen Beklebung ausgestattet. Als erstes Fahrzeug wird noch in diesem Jahr das LF 10 für 9 Mann Besatzung auf einem Mercedes Fahrgestell für unsere Wasserburger Feuerwehr ausgeliefert. Es ersetzt das TLF, was bereit seit 1986, 34 Jahre für die Wasserburger Wehr Dienst geleistet hat. Das Fahrzeug kostet € 354.000,00.

Als weiteres Fahrzeug wurde von uns bestellt ein HLF 20 der Firma Ziegler. Dieses Fahrzeug erhält die FFW Attel/Reitmehring. Es hat eine Besatzung von 9 Mann und wird für das LF 16, den 40/1 beschafft. Das LF 16 wurde 1994 angeschafft und ist bisher insgesamt 25 Jahre im Einsatz. Die Auslieferung ist für 2020 geplant. DasFahrzeug kostet € 442.000,00.

Das größte und auch teuerste Fahrzeug wird die neue Drehleiter.Insgesamt ist dieses Fahrzeug für 3 Mann Besatzung vorgesehen. Die Besonderheit der neuen Drehleiter ist, dass das letzte Leiterelement knick bar ist und mit einer größere Traglast ausgestattet ist. Das neue Fahrzeug wird aller Voraussicht in 2020 ausgeliefert und ersetzt unsere alte Drehleiter DLK 23/12, welche 20 Jahre im Dienst stand. Es kostet € 684.000,00.

Im Anschluss möchte ich es nicht unterlassen, Sie über die grundsätzlich bereits bekannten Zahlen und Informationen über unsere beiden Ortsfeuerwehren zu informieren. Beiden Feuerwehren haben im vergangenen Jahr 2018 beeindruckende Zahlen über Mitglieder, Einsätze und andere Aktivitäten aufzuweisen. Derzeit sind  157 Feuerwehrleute, davon 16 Feuerwehrfrauen bei beiden Wehren im aktiven Dienst. Mit dieser Personaldecke wurden in 2018 insgesamt 302 Einsätze abgeleistet. Im Einzelnen wurden wir für 32 Brände, 132 technischen Hilfeleistungen und 37 Brandmeldeeinsätze alarmiert. Die weiteren 101 Einsätze haben verschiedenste Gründe, die ich Ihnen hier nicht speziell aufführe.

Über die letzte Aktivität der Wasserburger Feuerwehren wurde bereits vielfach in verschiedensten Medien berichtet. Trotzdem darf ich Ihnen kurz vorstellen, dass die aktiven Feuerwehrleute der FFW Wasserburg am Inn, FFW Attel/Reitmehring sowie auch die FFW Edlingzusammen den Maibaum der Gemeinde Haag gestohlen haben. Der Baum wurde in der Kläranlage in der Odlshamer Au versteckt und gelagert. (Hier auch noch einmal ein Dank an die Stadt Wasserburg als Unterstandsgeber sowie an Günter Grassberger, der die Wehren hier auf dem kurzen Dienstweg eine Heimstatt geboten hat) Kurzerhand wurde ein Bewachungsdienst eingerichtet. Aufgrund des Zusammenschlusses der drei Feuerwehren war der Baum nie alleine und somit der Diebstahl von anderen Gemeinschaften unterbunden. Diese Aktion, die vor allem von Vereinsseite der jeweiligen Feuerwehrvereine initiiert worden ist, trägt ausdrücklich zur Teambildung der Ortsfeuerwehr und der Nachbarsfeuerwehr Edlingbei. Mit dieser Aktion wurde das Verständnis untereinander gefördert, Freundschaften gebildet und letztlich auch die zukünftige Zusammenarbeit bei weiteren Einsätzen vereinfacht.

Auch haben durch diese Aktion unsere Feuerwehrfrauen und Männer in Haag einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Allen Beteiligten, in welcher Form auch immer, darf ich meinen Dank ausdrücken. Es war wirklich ein tolles Erlebnis.

Abschließend darf ich mich noch bei den beiden Kommandanten Georg Schmaderer und Sepp Ramm bedanken. Auch die beiden Vorstände Rudi Göpfert und Walter Blüml haben mich bisher stets unterstützt. Auch an euch geht mein Dank für die gute Zusammenarbeit.

Ich danke Ihnen, für Ihre geneigte Aufmerksamkeit.
Wasserburg, 09.05.2019

Bericht mit Bildern als PDF Download:  Referentenbericht im Stadtrat Liegenschaften und Feuerwehren

Stellungnahme zum Wirtschaftsplan 2018 der Stadwerke Wasserburg am Inn

Stellungnahme zum Wirtschaftsplan 2018 der Stadwerke Wasserburg am Inn

Stellungnahme der CSU/WBL-Fraktion im Wasserbuger Stadtrat zum Wirtschaftsplan 2018 der Stadwerke Wasserburg am Inn für die Bereiche Strom-Wasser-Badria-Nebengeschäfte

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,
sehr geehrte Vertreter der Medien und Gäste.

Als letzter in der Reihe der Berichtenden kann ich Ihnen wahrscheinlich keine weiteren Neuigkeiten mitteilen oder über Ihnen Unbekanntes berichten. Aus diesem Grund und um Sie nicht übermäßig zu ermüden, spreche ich heute nicht über das Wasserwerk, die Stromabgabe, das Netz oder über dessen Vertrieb. Sie sind ohnehin informiert. Vom Freizeitbad werde ich nur kurz einige Fakten vortragen, die für Sie von Interesse sein könnten.

Meine Stellungnahme beginnt in diesem Jahr mit den Verbindlichkeiten der Stadtwerke Wasserburg. Trotz der zurückliegenden immensen Investitionen für unser „Badria“ ist der Schuldenstand der Stadtwerke erfreulicherweise nur leicht steigend.
Jahr     Schuldenstand   Zinsaufwand
2015     € 5.433.000     € 90.902
2016     € 5.200.000     € 88.842
2017     € 5.500.000     € 80.661 Planzahl
2018     € 5.700.000     € 80.869 Planzahl

Dieser moderate Anstieg der Verbindlichkeiten, trotz einer Investionssumme von rd. € 5.700.000 in den vergangenen vier Jahren, lässt uns im Gegensatz zu anderen Fachbereichen zuversichtlich in die Zukunft schauen. Uns fiel auf, dass der Zinsaufwand für Fremdgeld in den letzten Jahren fiel: In Euro von 90.902 im Jahr 2015 auf 80.869 für 2018. Bei den momentan kursierenden Darlehenszinssätzen erscheint uns die Minderung der zu zahlenden Zinsen zu wenig. Wir wissen zwar, daß für viele Darlehen ein fester Zinssatz während der vereinbarten Laufzeit gilt. Trotzdem sollte versucht werden, durch mögliche Umschuldungen die Zinslast zu drücken.

Nicht unberücksichtigt und wichtig ist die Unterstützung durch die Stadt Wasserburg, wie schon in den vergangenen Jahren geschehen. Auch im jetzigen Jahr 2018 werden einige anstehende größere Investitionen bezuschusst. Unter ande-rem rd. € 1.000.000 für die Beteiligung an der Gasnetzgesellschaft und € 400.000 für die Sanierung der Sauna.

Dazu darf ich allerdings feststellen, daß das „Badria“ mit allen Bereichen allgemeine kommunale Angebote abdeckt und zur Attraktivität der Stadt beiträgt. Erfreulicherweise konnten wir feststellen, daß – wie schon in den Vorjahren – durch die äußerst sparsame und umsichtige Verwaltung unserer Stadtwerke das abschließende Ergebnis zum Jahresende wieder freundlicher gestaltet ausfällt, als es im Plan prognostiziert wurde.

Wie in der Einleitung angesprochen, berichte ich nicht über den problematischen Strommarkt und dessen Schwierigkeiten. All das ist hinlänglich bekannt. Ich bin der Meinung, daß hier nur mit der Ausweitung der Nebengeschäfte künftig Erträge zu erreichen sind. Nur damit kann in Zukuft das Gesamtergebnis positiv verändert werden. Als Beispiel sehe ich die € 6.000 Planungskosten im Werkplan, die für Quartierslösungen eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) in der Neustraße/Knopper- mühle vorgesehen sind. Es würde 54 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit Wärme und teilweise Strom versorgen. Die Eigentümergemeinschaft stellt für dieses Projekt ebenfalls € 6.000 zur Verfügung und hat den Beirat bevollmächtigt, noch in 2018 nach Vorlage eines bedarfsgerechten Preisangebotes die Verwirklichung bis spätestens 2019 anzustreben.

Weitere Projekte dieser Art sind angedacht. Zwar wurde ein offizieller Planungsauftrag noch nicht erteilt, doch im Hinblick auf allgemeine Umweltschutzvorgaben und eigener Wirtschaftlichkeit sind die Stadtwerke Wasserburg angehalten, das „ Kleinkontrakting für Heizungen“ voranzutreiben. Wir sind der Überzeugung, daß sich bei beispielhafter Verwirklichung bereits im Werkplan 2019 (ausgelöst durch diese Nebengeschäfte), Erfolge zeigen werden.

Wir freuen uns über unseren neuen Werkleiter, Herrn Regler. ( Willkommen) Er ist um seine Aufgabe, neue Wirkungsfelder zu erschließen und die Bilanz der Stadtwerke so nach Möglichkeit zu einer „schwarzen Null“ zurückzuführen, nicht zu beneiden. Wir sind allerdings zuversichtlich und wünschen ihm viel Erfolg.

Das zurückliegende Jahr 2017 war in vieler Hinsicht ein schwieriges Jahr. Die Umbaumaßnahmen im Saunabereich des Badria, die damit zusammenhängende unvorhergesehene Verschärfung der Brandschutzmaßnahmen, daraus folgende Ausgabenerhöhung und Bauzeitnöte, sowie das überraschende Ausscheiden des bisherigen Werkleiters, Herrn Selig, stellten die Stadtverantwortlichen vor große Herausforderungen.

Sie wurden gemeistert – nicht zuletzt durch den außerordentlichen Einsatz von Frau Gitti Lex und ihren Mitstreitern. Frau Lex übernahm neben ihren kaufmännischen Aufgaben bei den Stadtwerken zusätzlich teilweise die Bauleitung beim Saunaumbau im Badria, arbeitete in dieser Zeit eng mit der Stadtbaumeisterin Frau Mechthild Herrmann äußerst erfolgreich zusammen. Nur aus diesem Grund konnte die Baustelle zügig im zeitlichen Rahmen fortgeführt werden und wir können ihnen, Frau Lex und Frau Hermann und allen Beteiligten nicht dank bar genug sein.

Neben Frau Lex bedanken wir uns bei der gesamten Belegschaft der Stadtwerke Wasserburg für hervorragende Arbeit, selbstverständlich ist das „Badria“ mit eingeschlossen.

Dem vorliegenden Werkplan stimmt die Fraktion CSU/WBL uneingeschärkt zu.

Wasserburg, den 26.01.2018
Markus Pöhmerer

Nationenfest 2017

Nationenfest 2017

24.Juni 2017 | Nationenfest mit bestem Wetter und vielen Besuchern

Auch in diesem Jahr waren die Freien Wähler Wasserburgen Block mit einem Stand beim Nationenfest dabei. Es gab am Stand frisch gebackene Auszogne, Kaffee und Eistee. Bei bestem Wetter und vielen Besuchern war es für uns ein bunter, schöner und friedlicher Tag, den wir mit vielen verschiedenen Nationen feiern konnten.

Unsere Besucher freuten sich wieder über das Glücksrad mit kniffligen Bildausschnitten von Wasserburg und hatten viel Spaß beim rätseln.

Drei glückliche Gewinner konnten wir ebenfalls aus der Losbox ziehen, die nun bei einer Sonderführung beim Weinfest dabei sein dürfen. Wir gratulieren herzlich!
• Duggu Cicek
• Antonia Gottwald
• Stefan Schürer

Markus Pöhmerer Wasserburger Block – Ausschussgemeinschaft

Stellvertretend für die Ausschussgemeinschaft darf ich zum Wirtschaftsplan der
Stadtwerke folgende Stellungnahme abgeben:

Der Erfolgsplan der Stadtwerke entspricht dem Verwaltungshaushalt der Stadt.
Er umfasst die Bereiche Strom Wasser Badria
und Nebengeschäfte…

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Stellvertretend für die Ausschussgemeinschaft darf ich zum Wirtschaftsplan der Stadtwerke folgende Stellungnahme abgeben:

Der Erfolgsplan der Stadtwerke entspricht dem Verwaltungshaushalt der Stadt. Er umfasst die Bereiche Strom Wasser Badria und Nebengeschäfte.

Beim Stromvertrieb liegt uns die Marktpreisgestaltung schwer im Magen. Von den Regierungsparteien (auch schon von der vormaligen SPD/Grünenregierung) beschlossen, wird der Strompreis mit der EEG-Umlage saftig belastet und damit der Strompreis schamlos in die Höhe getrieben. Andererseits werden die Stadtwerke Rosenheim durch die Landkreis-müllgebühren mittels ihrer Müllverbrennungsanlage subventioniert. Damit sind sie in der Lage, ihren Strompreis unter unsere Einkaufspreise auf dem Strommarkt zu senken, potentiellen landkreiseigenen Stromkunden wie Krankenhäusern usw., sowie Großabnehmern günstigste Konditionen zu gewähren. Den Stadtwerken Wasserburg sind die Hände gebunden, sie müssen hilflos zur Kenntnis nehmen, dass hier etwas gewaltig schief läuft. Aber diese Schieflage macht sich halt auch in der Bilanz bemerkbar. Die genauen Daten entnehmen sie bitte dem Wirtschaftsplan.

Die Wasserabgabemenge blieb mit 1,0 – 1,1 Mio cbm konstant, Tendenz etwas fallend.

Der Erfolgsplan „Badria“ weist trotz steigender Besucherzahlen und minimal erhöhten Eintrittspreisen wieder ein Defizit aus. Es beläuft sich auf fast 1,7 MIO €. Geplante Investitionen sind mit ca. 2,8 Millionen € veranschlagt. Allein die Sanierung der Südseite und des Daches, der Gaudibrunnen mit Attraktivitäts-steigerung und ein Whirlpool verschlingen voraussichtlich 2,5 MIO. Damit ist die Badriasanierung aber noch nicht abgeschlossen, denn weitere Dach-abschnitte warten ebenfalls auf die thermische Sanierung. Die gesamten Kosten, finanziert durch Darlehen, können mit Blick auf die Einnahmemöglichkeiten von den Stadtwerken nicht alleine getragen werden. Die Übernahme einer jährlichen Darlehensrückzahlsumme wie beim großen Umbau 2003 wäre sicher eine gerechte Hilfe.

Die Nebengeschäfte mit einem Planerlös von ca. € 290.000,— sind ausbaufähig. Allein um künftig eine „schwarze Null“ in der Finanzierung zu erreichen, unerlässlich. Noch in diesem Jahr soll ein Blockheizkraftwerk für das „Badria“ gebaut werden. Es ist mit fast 480.000,— € Kosten veranschlagt, dürfte sich aber durch den höheren Wirkungsgrad sowohl in der Wärmelieferung als auch in der Stromleistung bezahlt machen. Die geplanten BHKW´s in der Neustraße, im Greinbräuareal und der Dr.Fritz-Huber-Straße kommen jetzt nach fast 3jähriger Planung durch die verschiedensten Ingenieurbüros in die Angebotsphase. Wenn die Eigentümer dieser Wohnanlagen zustimmen, kann Ende 2014 mit dem Bau, bzw. der Einrichtung der BHKW´s begonnen werden.

Wir werten das als Vorstufe zu einer zentralen Wärmeversorgungseinrichtung, die vor allem für die Altstadt denkbar und im Hinblick auf die verringerten Emissionswerte wünschenswert wäre. Beispiele finden wir in Traunreut, Rosenheim, Grassau, im Achental. Sogar in Babensham plant man den Bau von Fernwärmeversorgungseinrichtungen. Man muss es wollen und dann anpacken!

Auch den Bau einer Biogasanlage sollten wir nicht aus den Augen verlieren. Zwar nicht so ein stinkendes, lautes Ungetüm wie bei der letzten Besichtigungsfahrt im Februar 2012 in Mertingen gesehen, sondern nach neuesten technischen Erkenntnissen gebaut. Der Werkausschuss hat auf Empfehlung von Herrn Werksleiter Selig vor, sich in Kürze eine Anlage anzuschauen, die u. a. mit Pferdemist bestückt wird und ihn zu Strom, Wärme und verheizbaren Rundbriketts umwandelt. Allein zwischen München und dem Chiemsee soll es ca. 14 000 Pferde geben, ich habe sie aber nicht gezählt.

Im Rahmen meiner Haushaltsrede 2008 kam eine Untersuchung durch den kommunalen Prüfungsverband zur Sprache. Dabei sollten Einsparungsmöglichkeiten und Synergieeffekte durchgerechnet werden, wenn die Stadtwerke im Nebengeschäft das Klärwerk mit den Kanälen übernimmt, da ja die Abrechnung schon jetzt durch die Stadtwerke erfolgt. Hier stehen immer noch Ergebnisse aus!

Das Stromleitungsnetz Attl-Reitmehring steht zum Verkauf. Wir würden es kaufen, aber nicht zu jedem Preis. Ein neutraler Gutachter wird den Zustand der Leitungen und der Versorgungseinrichtungen feststellen und bewerten. Bei einer weiteren Bebauung in und um Attel und Reitmehring wäre es für die Stadtwerke ein Wettbewerbsvorteil, Stromanbieter mit eigenen Leitungen zu sein. Der Anschaffungspreis bei Kauf könnte und sollte auf mehrere Jahrzehnte aufgeteilt werden.

Der voraussichtliche Gesamtjahresverlust für 2014 wird mit € 798.340,00 veranschlagt. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass vorsichtig gerechnet wird, die Endabrechung sehr viel günstiger ausfällt.

In diesem Jahr haben wir nicht soviel Spielraum, denn das „Badria“ ist wegen der Renovierungsarbeiten fast vier Monate lang geschlossen. Die zu erwartenden Einnahmen während dieser Zeit fallen weg, die Kosten werden also steigen.

Insgesamt können wir uns glücklich schätzen, im Leiter der Stadtwerke, Herrn Selig, und seinen Mitarbeitern/Innen ein innovatives und äußerst arbeitsames Team zu haben. Ich denke, wir können optimistisch ins neue Haushaltsjahr blicken.

Dafür sei ausdrücklich gedankt!

Die Ausschussgemeinschaft stimmt dem vorliegenden Wirtschaftsplan zu.

Bericht Feuerwehr und Liegenschaften 2016

Markus Pöhmerer – Stadtrat
Nach den Kommunalwahlen im Mai 2014 stellte ich mich als Referent für die städtischen Feuerwehren und Liegenschaften zur Verfügung.
Das Aufgabengebiet „Liegenschaften“ betrifft die Immobilien der Stadt Wasserburg. Dank meiner früheren Mitarbeit im Wohnungs- und Grundstücksausschuss ist mir dieses Metier sehr vertraut.

Anders verhält es sich mit dem Bereich Feuerwehren…

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Niemand konnte mir meinen Tätigkeitsbereich auch nur annähernd beschreiben, selbst bei Nach-fragen in anderen Städten im Landkreis und benachbarten Landkreisen bekam ich nur ausweichende oder ganz vage Tätigkeitsmerkmale mitgeteilt. Damit war klar:

Ich bewege mich auf neuem Gebiet, oder das Thema ist brisant. Sehr schnell merkte ich, dass ich als „Nichtfeuerwehrmann“ zu den inneren Strukturen der Aktiven, aber auch der Trägervereine, keinen Zugang bekommen kann. So sehe ich mein Ziel oder meine Aufgabe als Verbindungsglied zwischen den Feuerwehren und dem Stadtrat. Besonders natürlich bei den anstehenden großen räumlichen Problemen, sowohl für Attel/Reitmehring als auch Wasser-burg/Altstadt.

Wie problematisch es ist, einvernehmliche Entscheidungen zu erhalten, zeigt folgendes Beispiel: Im Arbeitskreis Brandschutz (Mitglieder sind der Bürgermeister, die Kommandanten von Attel/ Reitmehring und Wasserburg, Stadtverwaltung und Kämmerei, der Gerätewart und ich als Referent) wurde gleich in der ersten Sitzung im Beisein von Kreisbrandrat Schrank die äußerst schwierige Frage zur Ernennung eines federführenden Kommandanten im Bereich Wasserburg langwierig diskutiert. Es wurden Gesetzestexte herangezogen und kommentiert, Schriftsätze von Regierungsstellen verlesen, aber es konnte keine Entscheidung herbeigeführt werden. Erst Wochen später wurde die Ernennung mit einem Kompromiss einvernehmlich geregelt.

Wir wissen, die beiden Feuerwehren müssen z.Zt. mit unzureichenden Gebäudesituationen leben und arbeiten. Eine schnelle Änderung, gerade in Wasserburg, muss herbeigeführt werden, das ist klar. Für eine Gebäudeerweiterung in Reitmehring gingen verschiedene Vorschläge ein, eine Ortsbesichtigung wurde vorgenommen. Nach reger Debatte war man sich einig, dass das Vorhaben in Reitmehring und ein Neubau in Wasserburg von einem Facharchitekten ausgearbeitet werden soll.

In der AK-Sitzung vom 5.4.16 kam dann der Vorschlag, eine zeitliche Aufteilung der Bauvorhaben vorzunehmen, da sich das Problem Wasserburg noch länger hinzieht ( und damit die Geduld der Feuerwehren noch weiter strapaziert wird). Teilbereiche sind in Reitmehring bereits verwirklicht, d.h. es ist ein großer Container aufgestellt, um die Platznot etwas zu lindern. Er ist aber bereits jetzt schon wieder voll. In der AK-Brandschutzsitzung vom Montag 24. September 16 wurde der Platzbedarf bereits etwas konkretisiert. Zwei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge a´4.50 m x 10 m ist das Minimum, dazu kommen Spindstellplätze, vielleicht sogar außerhalb der Fahrzeughalle. Planungskosten sollen bereits im Haushalt 2017 eingestellt werden.

Weitere Punkte der Brandschutzpunkte waren: Städtische Bedienstete sollen künftig als Feuerwehreinsatzkräfte gewonnen werden, um am Tage die Einsatzteams zu verstärken. Diese Aktion war eigentlich recht erfolgreich, denn es konnten bis jetzt 7 – 8 Feuerwehrfrauen und -Männer geworben werden.

Die EDV-Anbindung der Feuerwehrhäuser und der Digitalfunk-Einbau in den Fahrzeugen soll vorangetrieben werden. Personalschulungen in diesem Bereich müssen zwingend folgen. InWasserburg wird bereits im Netz gearbeitet, nun kommt Reitmehring an die Reihe.

Desweiteren wird ein Fahrzeugbeschaffungskonzept erarbeitet. Hauptsächlich, um die Anschaffungskosten für den Fuhr- und Gerätepark langfristig einplanen zu können und diesen außerdem den aktuellen und zu erwartenden Gegebenheiten anzupassen. Beispielsweise, wenn sich ein spezieller Industriebetrieb ansiedeln würde.

Zur Frage steht, ob Ausschreibungen dazu eigenständig oder extern erarbeitet und vorgenommen werden sollen. Hierbei ist unser „Brandschutzbedarfsplan“ von 2013 eine wertvolle Hilfe und immer wieder ein interessantes Nachschlagwerk.

Heiße Diskussionen gab es wegen des Wunsches nach einem weiteren Höhenrettungsgerät (Drehleiter) für den nördlichen Landkreis. Dieser Wunsch musste leider von allen maßgeblichen Stellen abgelehnt werden, weil in der Altstadt bereits eines stationiert ist. Der Antrag wurde auf Eis gelegt.

Sehr erfreulich ist die derzeitige gute Zusammenarbeit unserer beiden Wehren. Es gab Hilfestellung durch die Reitmehringer beim großen Feuerwehrfest der Wasserburger im Juni. Ein einheitliches Erscheinungsbild wird angestrebt (mit dem Helm fängt es bereits an). Kürzlich wurde zudem eine 24-Stundenübung unserer beiden Jugendfeuerwehren im Verbund mit anderen Hilfsgruppen durchgeführt.

In der vorletzten Stadtratssitzung gab es durch einen Sprecher der Altstadt-Wehr bereits einen eigenen ausführlichen Bericht, deshalb spare ich mir weitere Erörterungen dazu. Mein Eindruck: Unserem Ziel, eine Feuerwehr Wasserburg mit zwei Standorten, kommen wir schön langsam näher.

Nun zu den Liegenschaften:

Unsere Liegenschaften setzen sich zusammen aus Immobilien und unbebauten Grundstücken, Erbbaugrundstücken und bebauten Grundstücken.

Eigentümer der Immobilien sind die Stadt und die Stadtwerke. Außerdem unsere fünf nicht rechtsfähigen Stiftungen wie die Kosak-, Stadler-, Schmerbeck-, Anna-Klammer- und Walter-Stiftung. Nicht zu vergessen die Heiliggeist-Spitalstiftung.

Unser Bestand umfaßt rund 90 bebaute Grundstücke, davon 45 öffentliche und 45 Wohn- und Geschäftsgebäude, darunter auch viele Einzeldenkmäler und ortsprägende Objekte, rund 150 Erbbaugrundstücke, rund 30 ha landwirtschaftliche Fläche, 1 ha Kleingartengrundstücke und rund 200 ha Wald.

Die Einnahmen aus der Bewirtschaftung der Immobilien von Stadt und Heiliggeist-Spitalstiftung ergaben nach dem Rechnungsergebniss 2015 an Mieten, Pachten, Erbbauzinsen und Holzverkäufe ca. 2 500 000.— €.

Wir müssen es uns zur Aufgabe und zum Ziel machen, den Immobilienbestand zu erhalten, wirtschaftlich zu verwalten, nach Möglichkeit zu erweitern und unsere eigenen Vorgaben zu den Klimaschutzzielen und zur Barrierefreiheit zu beachten. Für die Stiftungen müssen noch die jeweiligen Stiftungszwecke beachtet werden.

Durch die Stadt sind in erster Linie die öffentlichen Einrichtungen vorzuhalten, bedarfsgerecht zu entwickeln und eine zeitgemäße Ausstattung zu gewährleisten. Dazu gehören das Rathaus, Kindergärten, Schulen, Friedhöfe, Straßen und Gehwege. Vor allem am Beispiel Altstadtfriedhof merkt man, dass ein verantwortlicher Ansprechpartner fehlt. Bedingt durch die Auflassung von Grabstellen überwuchert das Unkraut, wie Winden, Nachbargräber, Zwischenräume und Wege unseres schönen Friedhofs. Auch unser Friedhof ist ein Kulturdenkmal , Grabinhaber zahlen nicht wenig und sollten wenigstens diesbezüglich unterstützt werden. Ansonsten geht der Trend zu Urnenwänden weiter.

Wohnbauland ist derzeit Mangelware und eine Änderung ist nicht absehbar. Mit Erbbaugrundstücken sieht es nicht besser aus. Zu den Mietwohnungen : Unser letztes Grundstück an der Hermann-Schlittgen-Straße 5 + 7 wird durch die Wohnbaugenossenschaft Wasserburg genutzt, d.h. es werden 27 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Es wurden Mieterbenennungsrechte für die Stadt Wasserburg vereinbart. Baubeginn ist voraussichtlich 2017. Künftige Projekte erhoffen wir uns evtl. in Reitmehring Süd, in der Wohnanlage „Stadler Garten“ als 2. Bauabschnitt und eine vernünftige Nachfolgenutzung des Firmengeländes am Holzhofweg nach Ablauf der Erbbauzeit.

Der Wohnungsbestand umfaßt zur Zeit rund 180 Wohnungen, die durchschnittliche Wohnraummiete beträgt ca 5.90 €/ m²/mtl. Ohne Betriebs-und Heizkosten. Wohnungswechsel in den letzten 10 Jahren ca. 10% Unser momentanes Problem: die Nachfrage übersteigt das Angebot!

Bei der Vermietung und Verpachtung der gewerblichen Einheiten wird auf eine stabile, langfristige und zum jeweiligen Objekt passende Nutzung Wert gelegt. Der Bestand umfasst rund 50 Miet- und Pachtobjekte mit unterschiedlichen Nutzungen wie Restaurants, Cafes, Praxen, Kanzleien, Ladengeschäfte und Werkstätten. Bei Mietpreiserhöhungen bitte ich um maßvolle kleine Schritte, da die Existenz der kleineren und kleinen Läden oder Gaststätten sowieso an einem seidenen Faden hängt. Das Ergebnis meiner Gespräche mit Steuerkanzleien: Wenn die Inhaber-geführten Läden betriebswirtschaftlich rechnen würden, und das müßten sie natürlich, könnten über 80% sofort dichtmachen. Dann wäre unsere Altstadt genauso tot wie in Trostberg oder Tittmoning oder vielen anderen Städten in unserer Größe.

Der Immobilienmarkt ist zur Zeit vollkommen überbewertet und trotzdem müssen wir unsere Augen und Ohren offenhalten um etwaige Grundstücke, die in unseren Rahmen passen, zu erstehen. Da kann die Preisgestaltung heute viel zu hoch erscheinen und morgen wären wir froh wenn wir ein Grundstück zu diesen Konditionen zur Verfügung hätten. Ich denke da an den Finanzamtgarten.